h+h cologne 2017: Mehr Planung, mehr Muße - in 2018!

1.)   Hiiiiilfe – einfach viel zu wenig Zeit!

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Wir (Julia - links - von piek & fein und ich) kamen morgens um 9 Uhr entspannt mit dem Zug in Köln an und hatten die Rückfahrt schon für 15 Uhr gebucht, weil ich abends noch was vor hatte. Alles in allem also sechs Stunden für vier Hallen und unzählige Fußmeter. Das reichte nicht mal aus, um alle Stände zu sehen, die auf meiner Arbeitsliste waren. Zum Schlendern, Stöbern, Genießen und Plaudern blieb definitiv keine Zeit, seufz. Und die Sonderfläche unter dem Motto "Nachhaltig denken - umweltfreundlich arbeiten", die in diesem Jahr zum zweiten Mal Teil der Messe war, hab ich auch nicht gesehen, dabei ist das doch mein Thema...

2.)   Gut geplant ist halb geordert

Die h+h cologne ist bekanntlich eine Messe fürs Fachpublikum, es kann direkt vor Ort Ware bestellen werden. Zum Glück hatte ich mir vorher alle Aussteller rausgesucht, die ich unbedingt sehen und bei denen ich eventuell auch ordern wollte. Hier muss ich mich mal selbst loben – das war eine gute Idee (ja selbstverständlich, denkt Ihr jetzt – aber für mich sind solche planenden Tätigkeiten immer eine große Sache, ich bin eher eine Chaos-Täterin). Dank der nützlichen und einfachen App der h+h ist es mir gelungen, den Überblick zu behalten und fast alle Favoriten abzuarbeiten. Nur zu ALB Stoffe hab ich es nicht geschafft (siehe Punkt 1) – SCHADE! Ein Dankeschön übrigens an alle Hersteller, die im Vorfeld Mails zu ihrem Messeangebot versenden, das hilft ungemein.

3.)   Entscheiderqualitäten gefragt

Immerhin habe ich drei Marken – Frowein, Lillestoff und Stenzo – „abgearbeitet“, will sagen – nette Stöffchen für Sommer und Herbst bestellt. Sooo schöne – Jacquards, Jersey, Wollstrick… hach, schmelz. War gar nicht so einfach für mich als Messe-Neuling, im „Nahkampf“ durchzukommen, die richtigen Ständer mit den richtigen Samples ("Wo sind die OEKO-TEX-Stoffe?") zu finden, dazu einen netten Herrn oder eine nette Dame zu ergattern, die die Aufträge schreibt. Und vor allem mitten in diesem Overkill an tollen neuen Produkten schnell eine Auswahl zu treffen! Bei Swafing hab ich vorbeigeschaut, doch da ich vor kurzem erst auf der Hausmesse in Nordhorn war, konnte ich dem Getümmel guten Gewissens entsagen. Bei Ki-Ba-Doo, Tante Ema, Gütermann und Prym wurde ich ebenfalls freundlichst empfangen, gut beraten und werde online (nach-)bestellen. Und dann waren da ja noch die tollen Stoffe aus Afrika und Japan… – hmmm, siehe oben Punkt 1.

4.)   Wolle, Wolle Wolle…

stricktrends-h-h-cologne-2017Dass es soooo viele Wolle-Aussteller auf der h+h Cologne gibt, hätte ich nicht gedacht. Viel mehr Wolle- als Stoffstände, habe ich den Eindruck. Von A wie Austermann bis Z wie Zen Yarn Garden war aber auch wirklich alles dabei, was in der Strick- und Häkelbranche Rang und Namen hat. Als Hobbystrickerin habe ich natürlich mehr als ein Auge auf all die flauschigen Herrlichkeiten geworfen, es gab einfach unglaublich tolle, trendige Modelle, kreative Muster und wahnsinnig schöne Farben zu sehen. Ob ich nicht doch auch… Finger weg!! Du verkaufst Stoffe und basta!

 

 

 

5.)   Modenschau – ein Muss?

Die als Trendmodenschau angekündigte Show der Initiative Handarbeit soll „Antworten zu den DIY-Modetrends für den kommenden Herbst guetermann-ring-a-roses-kollektion-h-h-cologneund Winter“ geben, so stand´s im Messe-Programm. Ich war enorm gespannt, wie wahrscheinlich viele andere Messebesucher auch – die Schau war am Samstag um 11 Uhr jedenfalls sehr gut besucht. Die Einführung gab einen kurzen Branchenüberblick - DIY ist ein anhaltend stabiler Markt, erfreulich. Was wir dann zu sehen bekamen, war toll, die Musik und die Models, alles sehr professionell und mitreißend. Ein bisschen enttäuschend fand ich nur, dass es außer Swafing und Gütermann (Superschön: Die Ring a Roses Kollektion - siehe Foto rechts) gar keine Stoffe zu sehen gab… auch hier wieder: Wolle, Wolle, Wolle. Mit echt schönen Farben und Garnen. Sollte ich nicht vielleicht auch…? NEIN!  Du hast mit den Stoffen genug zu tun. Und jetzt Schluss damit!

Mein Fazit: Es hat sich voll gelohnt, nach Köln zu fahren. Das mache ich im nächsten Jahr wieder – mit viel mehr Zeit, einem besser ausgearbeiteten Einkaufsplan, einem Besuch am Nachhaltigkeitsstand, noch bequemeren Schuhen und weniger warmen Klamotten. Und ganz sicher mit mehr Treffen mit netten Leuten, denn das kam in diesem Jahr zu kurz. Und vorher: Auf nach Berlin und München!

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