Hübsch verpackt - schnell genäht - nachhaltig verschenkt

Die Sache kam ins Rollen, weil wir kein Geschenkpapier mehr im Haus hatten. Der Junior wollte ein Geburtstagsgeschenk für seinen Freund verpacken – nix mehr da! Nicht mal einfaches braunes Paketpapier. Wir fanden schließlich eine Papiertüte… Ein paar Tage später sah ich zufällig, wie er sein Wichtelgeschenk für die Schule verpackt hatte: In Zeitungspapier, mit einem selbstgestalteten Papieraufkleber und Schnur drum rum. Geht doch!

Da kam mir die Idee, die Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr ganz ohne Geschenkpapier zu verpacken. Für eine Hobbynäherin sollte das kein Problem sein, oder? Eine gut gemachte, hübsche und nützliche Verpackung ist schon an sich ein Geschenk– eines, das garantiert keiner wegwirft, weil es sich weiterverwenden lässt. Und eines, das auch noch auf die letzte Minute fertig wird: Beutel und Taschen in unterschiedlichen Größen.

Stoffreste haben wir alle reichlich rumliegen, also eben durchschauen und die passenden Muster für die jeweiligen Beschenkten auswählen. Es eignen sich so gut wie alle Webstoffe, aber auch Jerseys lassen sich zu hübschen Beuteln vernähen. So dient das Projekt gleichzeitig dem Stoffabbau!

Wer es besonders nachhaltig mag, nimmt Baumwollnessel. Diese Variante finde ich für die „Erwachsenen“-Geschenke gut. Die praktischen Baumwoll-Beutel habe ich vor Weihnachten schon im Kollegen- und Freundeskreis verschenkt, mit und ohne Inhalt – und auch an unsere Kunden :-). Sie lassen sich bestens für den Brötcheneinkauf, für den Markt, fürs Einkaufen im Unverpackt-Laden und fürs Aufbewahren von Obst und Gemüse weiterverwenden. Sie sind gut waschbar und können bestempelt, bemalt oder bedruckt werden.

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Für die Kindergeschenke kann es ein bisschen bunter werden. Gerade Mädchen haben ja immer viel Krimskrams aufzubewahren, und Jungs freuen sich über Turnbeutel oder coole Stoffrucksäcke. So sind die „Namens-Sternbeutel“ für meine Nichten entstanden. Die Applikationen müssen nicht unbedingt sein – aber bei drei Mädels in der Familie sind sie sinnvoll und bringen zudem Freude beim Nähen.

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Die Beutel an sich sind schnell fertig und auch für Nähanfänger leicht zu bewältigen. Beim Zuschneiden darauf achten, dass eine Seite im Stoffbruch liegt, entweder der Boden (bei Rucksackbeuteln) oder eine der Längsseiten. Wichtig: als erstes die Seiten - eine oder beide – von oben an ca. 4 bis 5 cm lang nach innen einschlagen und steppen, damit sich eine saubere Öffnung für den Kordelaustritt ergibt. Dann für den Tunnelzug einfach den oberen Saum ca. 1 bis 1,5 cm nach innen umschlagen und steppen. Ich habe das Kordel dabei gleich eingelegt, dann muss man es nachher nicht mühselig durch den Tunnel schieben. Anschließend den Beutelzuschnitt rechts auf rechts legen und zunähen, ggfs. versäubern. Wenden, Kordel verknoten und fertig.

Für die Beutel aus Nesselstoff habe ich Baumwoll-Kederkordel verwendet, für die „Schmuckbeutel“ rundes Hoodiekordel. Die fixe Variante geht mit Knoten auf einer Seite. Noch besser zusammenziehen lassen sich die Beutel, wenn Du zwei gleich lange Kordel einlegst und sie an jeder Seite knotest – dann musst Du natürlich auch zwei Öffnungen am Tunnelzug einplanen.

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Viel Freude beim Nähen und Verschenken!

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